Asylantenheim in Grötzingen

Wenn es um Asyl gehen, dann legen unsere Behörden ein unglaubliches Tempo an den Tag.

Hier eine Chronologie zu unserem neuen Asylantenheim:

Aus „Grötzingen Aktuell“ vom 11. September. „Wie die hiesige Ortsverwaltung mitteilt, wurde sie am vergangenen Freitag, 5. September darüber informiert, dass in der Grötzinger Eisenbahnstraße wiederholt Asylbewerber untergebracht werden müssen.  […] Wie lange diese provisorische Notunterkunft bestehen soll, ist der Ortsverwaltung Grötzingen nicht bekannt“.

Und am Samstag morgen, dem 6. September, waren sie schon da. Interessierte Bürger hatten dies bemerkt und auch sofort die CDU Fraktion kontaktiert. Von der hieß es dann noch am 8. September:

„Vielen Dank für Ihre Email, die mir die Kollegen der CDU Karlsruhe weiterleiteten.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung, die die CDU-Fraktion Mitte August erhalten hatte, habe die Außenstelle in Grötzingen kein Bestand mehr und sei bereits aufgelöst worden.
Sollte dies nicht der Fall sein, darf ich Sie um einen kurzen Hinweis bitten.
Für die Unterbringung der Asylbewerber ist die grün-rote Landesregierung zuständig. Von Seiten der Stadtverwaltung wird die Thematik durch die Dezernat 3 begleitend bearbeitet.“

Der Hinweis wurde geliefert. Am 11. September kam dann folgende Antwort:

„Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die Stadtverwaltung bestätigte nun auf Anfrage, dass die Mitte August geschlossene Notunterkunft aufgrund der verstärkten Flüchtlingsströme wieder eröffnet worden sei.

Die CDU-Fraktion ist mit der derzeitigen Entwicklung und insbesondere dem Handling durch das zuständige Land nicht zufrieden und fordert verstärkte Anstrengungen von Seiten des Landes, um in Karlsruhe wieder eine vertretbare Situation herzustellen.
Vor allem gilt es aber auch, wie Sie völlig richtig ausführen, die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über die Einrichtung solcher Notunterkünfte zu informieren und den auftretenden Beschwerden nachzugehen.
Dies hat die Fraktion auch der Stadtverwaltung zur Kenntnis gebracht.“

Aus in der Presse war am 11. September das erste mal davon zu lesen. In 3 anderen Notunterkünften wurden 700 Asylanten aufgenommen.

Wir erinnern uns. Die Räumlichkeiten wurden nur als Notunterkünfte wegen dem Masernausbruch genutzt. Auch damals wurde die Bevölkerung nur nachträglich informiert. Jetzt geht es um ca. 120-150 Asylanten bei 9000 Einwohnern.

Die Grötzinger Aktuell hat mit folgendem Titelblatt auf die Tränendrüsen gedrückt.IMG_20140912_0001

Wer will dagegen noch protestieren? Dabei stellen Kinder den kleinsten Anteil der hiesigen Asylanten!

Unsere Kinder jedoch müssen ihren Grundschulunterricht in Container abhalten. Mit dem Abriß der alten asbestverseuchten Schule und dem Neubau ist bis 2018 zu rechnen.  Man darf spekulieren, wieviel Asylheime vorher renoviert und eingerichtet werden.

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