Bericht zur dritten Demo vom 17. September.

Im Vergleich zur letzten Demo war diese relativ ereignislos. Mit repariertem Schild ging es an einem sonnigen Tag wieder los.

Erst bin ich an zwei Damen vorbeigelaufen. Diese haben mich dann bemerkt und die Jüngere rief hinter mir her. „Sie sind aber mutig!“ Da wollte ich dann wissen, ob sie das bejahend oder ablehnend gemeint hatte. Darauf meinte sie, das das fast an Wahnsinn grenzen würde, in der Nähe des Heimes mit diesem Schild herumzulaufen. Außerdem wäre sie in dem Heim schon gewesen, und das wäre dort gar nicht schön, vor allem für die Kinder. – Das glaube ich gerne, zwei bis vier Toiletten für bis zu 150 Leute ist doch etwas dürftig. Die ältere Dame hatte mir aber beigepflichtet.

Es ist schön, daß man mit einigen Leuten noch über Pro&Contra diskutieren kann, auch wenn man gegenteiliger Meinung ist.

Etwas später bin ich dann an einer junger Mutter vorbeigekommen, die mir entgegenrief. „Kann ich mitkommen?“. Meiner freudigen Zustimmung ist sie dann aber doch nicht gefolgt, da sie in einem sozialen Beruf arbeitet und sichr vor dem Attribut „rechts“ fürchtet. Wir sind auch kurz auf das Thema Kriminalität zu sprechen gekommen. Wie sich herausstellte, hatte sie die sexuelle Belästigung, über die ich zuletzt berichtet hatte, beobachtet!

Leider mußte ich alleine weiter.

Aber eine Sache habe ich mitgenommen. Die Bürger nehmen bewußt war, daß die Ausübung unserer Grundrechte, nämlich Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht, mit persönlichen Gefahren verbunden ist. Und das in der angeblich freihesten Demokratie, die es je auf Deutschem Boden gegeben hat.

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